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Fahmi Balay

Geburtsdaten:                     01.07.1963 in Duhok/ kurdistan Irak

1993 – 1995                        Vorsitzender des Vereins „Künstler für Kurdistan in Duhok

1980 – 2012                        Autor zahlreicher kunstkritischer und kunstwissenschaftlicher Beiträge

1980 – 1985                        Diplom Studium der Malerei am Institut der Schönen Künste in Neynewa-Irak

1992 – 1995                        Dozent am Institut für Schöne Künste in Duhok

2009 –   2012                      Master al -Horra Universitär den Haag

1985                                      ehrenamtliches Mitglied im Irakische Kunst e.V. Ausrichtung von Kunstfestivalen

1986 – 1989                        selbständiger Fotograf in Duhok- Irak / Porträt und Landschaftsfotografie

2000 – 2004                        Vorsitzender im Verein „Kurdische Kultur e.V. Berlin

1997                                      Mitglied im europäischen Verein „Kurdischer Maler im Exil

Seit  2004                             Mitglied im russischen Kulturverein in Berlin

Seit  2005                             1. Vorsitzender im Kurdische Institut für Wissenschaft und Forschung e.V. in Berlin

2006                                      Gründungsmitglied des Vereins Irakische Kunstmaler in Berlin

seit 2010                              Mitglied im RAW Tempel Friedrichshain – Kreuzberger

 

veröffentlichte Werke in kurdischer Sprache:

2006                                      Die Kunstgeschichte in Kurdistan“ (Verlag Spirez, Duhok)

2007                                      Die Kunstgeschichte in Mesopotamien. (Verlag Spirez, Duhok)

2008                                      Die Farbenlehre (Verlag Spirez, Duhok)

2011                                      Unbekannter Henri Matess (KRG – Ministerium kurdistan Irak)

Referenzen / Ausstellungen

 

1984/1993/1994/2011     Duhok/Irak
1985                                                     Neynewa/Irak
1986                                                     Duhok, Hewler, Suleymani/ Irak

1988                                                     Bagdad/Irak

1996                                                     Dessau/Deutschland

1999                                                     Berlin Galerie 66 /Deutschland

1999                                                     Berlin Galerie Stufe 85

2000                                                     Berlin Galerie Kurdisches Kulturhaus

2000                                                     Radebeul Karl-May Festival

2000/2004                                          Berlin Galerie Awadani e.V

2001/2003                                          Berlin Galerie / Ausstellung

2002                                                     Berlin Galerie Club Spitel-Kolonnaden

2006                                                     Berlin Galerie für Kunst und Keramik

2006                                                     Hannover ILK e.V.

2010                                                     Dessau Kultur-Zentrum

2011                                                     Galerie Duhok-Irak

 

Gruppenausstellungen

 

1983 -1986                                          Neynewa-Irak jährlich im Institut der Schönen Künste

1984                                                     Neynewa-Irak Galerie Ibn Esîr

1986                                                     Duhok – Hewiêr – Suleymanî1987 Duhok Kawa

1988                                                     Bagdad Galerie Raschid

1989                                                     Duhok Kultur- und Literaturhaus

1992                                                     Duhok Galerie Shehid Selman

1996                                                     Berlin Galerie Kurdisches Kulturhaus

1997                                                     Brüssel

1998                                                     Berlin Galerie Kurdisches Kulturhaus

2000                                                     Berlin Werkstatt der Kulturen,

2001                                                     Berlin Kulturamt Spandau

2002                                                     Berlin Al-Rafidedain Irakischer Kulturverein

2003                                                     Berlin Galerie (Lichtenberg)

2004                                                     Berlin Al-Rafidedain Irakischer Kulturverein

2005                                                     Duhok Galerie Duhok

2006                                                     Berlin Werkstatt der Kulturen

2006                                                     Berlin Galerie Theatrum

2007                                                     Duhok Galerie Duhok

2008                                                     Duhok Galerie Duhok

2009                                                     Biennale 53 Venedig- Italien

2009                                                     Galerie Haus der Kulturen der Welt- Magdeburg

2010                                                     Galerie Duhok-Irak

2010                                                     Kulturamt Dessau –Deutschland

2011                                                     Rau Tempel Friedrichshain Kreuzberg Berlin

2012                                                     Berlin Al-Rafidedain Irakischer Kulturverein

 

 

 

Alles fließt zusammen

Ich bin in einer bunten Natur zur Welt gekommen. Als ich meine Augen zum Leben öffnete, habe ich um mich herum den Frühling des Berges (Metîn) gesehen und um mich herum hörte ich die Stimme der Vögeln und der wilden Tiere. Wegen der Geräusche der Kriegsflugzeuge flüchteten die Menschen gemeinsam, Vogel und Lebewesen verließen zusammen ihre Orte.  Alles floss zusammen.  Schon in jener Zeit, in meiner Kindheit  begehrte ich den Stein, den Baum, den Berg und in die Grotte, die uns den Schutz gewehrleistet haben; meine Augen begehrten die Buntheit und die Natur. Unter den hellen Sonnenstrahlen, unter dem Mond und den Sternen empfand ich Tag und Nacht gleich schön. Da das Licht Farben hervorhebt, empfangen die Augen diese Farben, und der Künstler führt diese auf einer leeren Oberfläche zusammen, bringt das Ästhetische hervor.

Alle Farben wiederspiegeln sich in der Schönheit und in der Natur des Lebens. Aus der Gruppe der warmen und der kalten Farben kommen alle zusammen und in der Malerei nimmt jede eine besondere Stellung. Ich wollte in meinen Gemälden die gemeinsame Bewegung sichtbar machen: aus den Entwicklungen des Lebens, aus der Bewegung der Natur und aus vielfältigen Buntheit der Menschen, Lebewesen und Vogeln. Sie kommen auf gemeinsamer Art und weise in die Welt, leben und sterben auch so; dieses ist die Lebensart. Es gibt eine kollektive Erinnerung und die Massaker kommen gemeinsam vor. Menschen, Natur und Lebewesen, alle denken, sterben und vergehen gemeinsam.

Es gibt keine Freiheit, von der die Rede ist. Alleinsein Können hat keinen Sinn und dies ist außerhalb der Gruppenvorstellung. Das Zusammenleben in der Tradition des Ostens hat Spuren hinterlassen und diese dauert an. Es gibt manchmal Einzelne Menschen, die daran glauben, dass alle andere Menschen seine Sichtweise teilen sollen, wenn nicht, sollen diese nicht weiter existieren. Unter Denkmantel der Demokratie und Menschenrechte produzieren diese vernichtenden Waffen und begehen in der Öffentlichkeit Mordtat.

In diesen Gruppengemälden habe ich alles zusammengeknüpft und sowieso Bewegung, Denken, Leben und Sterben fließen auf dieser Erde gemeinsam. Dieses habe ich mit der Sprache der Farben zusammengebracht, alles gehört zusammen, selbst die Farben können nicht auseinandergehalten getrennt sein. Ich möchte, dass jede/r sich in diesen Bildern wiederspiegelt fühlt, eigene Persönlichkeit aufbaut und eigene freie Meinung und Vorstellung bildet, damit die Person frei wird, die Gesellschaft und das Leben auf der eigenen richtigen Bahn verläuft, diese Bewegung und den Ablauf des Lebens mit der Schönheit der Farben schmückt und alles frei wird, so dass man gemeinsam zu den heiteren Sternen greifen kann, ein großer Fluss, wie Himmel aus den strahlenden Sternen Nahe sein, ein Garten aus allen Farben der Blumen, geschmückt mit Charme aus Wald und Steinen, aus Fluss und Bergen farbenfroh und die Vögel sollen darüber gemeinsam fliegen, damit die Menschen mit all ihren Farben, ihren Denk- und Sichtweisen gleichberechtigt leben und ihre Freiheit erlangen. Damit jede/r nach eigenen Verständnissen die Grazie des Lebens umarmen kann und ab jetzt: die Menschen sollen nicht mehr sterben und nicht mehr flüchten, die Wälder sollen nicht mehr brennen und die Lebewesen und Vogel aus angst nicht mehr herumirren. Kommt zusammen, um gemeinsam zu den Strahlen der Sterne zu laufen, das Licht der Sonne und des Mondes empfangen und mit Farben der Natur, aus Gehen der Lebewesen und aus Fliegen der Vögel eine bunte Gemälde kreieren, so dass das Gefühl und der Auge davon nicht satt wird und das Leben dadurch froh wird. Erst dann ist alles zusammen ansehnlich und schön.

Fahmi Balay

Berlin 24.08.2012

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